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Die nachfolgende Lernerfolgskontrolle in Multiple-Choice-Form enthält Fragen zum BGB Allgemeiner Teil. Für die Beantwortung der Fragen und die anschließende Auswertung muss JavaScript aktiviert sein.

Kreuzen Sie bitte die jeweils richtige Antwort an (es können eine, mehrere oder alle Antworten richtig sein). Eine Antwortalternative gilt nur dann als richtig, wenn sie vollständig bzw. auch die in ihr enthaltene Begründung richtig ist. Danach erhalten Sie eine Auswertung.



1. Rechtsquelle des Privatrechts ist

a. nur das Gesetzesrecht;

b. nur das Gewohnheitsrecht;

c. auch das Gewohnheitsrecht.

 

2. Die Rechtsfähigkeit eines Menschen tritt ein bei

a. Vollendung der Geburt;

b. Volljährigkeit;

c. Vollendung des siebenten Lebensjahres.

 

3. Die telefonische Abgabe einer Willenserklärung erfolgt unter

a. Abwesenden;

b. Anwesenden.

 

4. Eine Vertragsofferte unter Anwesenden kann

a. immer nur sofort;

b. stets nur unverzüglich;

c. bei entsprechender Abrede der Partner auch z.B. erst nach einer Woche angenommen werden.

 

5. Ein Vertrag setzt voraus

a. mindestens zwei Willenserklärungen;

b. wenigstens eine Willenserklärung und einen Realakt;

c. eine Willenserklärung.

 

6. Der Käufer erwirbt an der gekauften beweglichen Sache Eigentum

a. grundsätzlich bereits mit dem wirksamen Abschluss des Kaufvertrages;

b. immer, wenn er die tatsächliche Gewalt über die gekaufte Sache erlangt;

c. wenn Verkäufer und Käufer sich über den Eigentumsübergang einigen und der Verkäufer dem Käufer den Besitz einräumt.

 

7. Verträge können abgeschlossen werden

a. nur schriftlich;

b. nur mündlich;

c. auch mündlich.

 

8. Fall:
A ist Verkaufsleiter der deutschen Vertriebstochter des ausländischen Hardwareherstellers X. Telefonisch bietet er dem B, Einkaufschef der überregionalen Handelskette Y, einen Sonderposten von 10.000 Rechnern eines bestimmten Typs zum Preis von 589,50 € (netto) pro Stück an. Während des Gesprächs werden u.a. auch noch Einigung über Liefertermine, Zahlungsmodalitäten usw. erzielt. Am nächsten Morgen findet B eine E-Mail, in der die Vertragsbedingungen generell richtig bestätigt werden, als Kaufpreis wird jedoch 598,50 € (netto) pro Rechner genannt. Y reagiert darauf nicht. Nach Lieferung verlangt X von Y 5.985.000 € (netto).

a. Y muss lediglich 5.895.000 € zahlen, da der Vertrag über diesen Preis zustande kam;

b. Y muss die geforderten 5.985.000 € zahlen, da sie auf die E-Mail nicht reagiert hat;

c. Y muss nicht zahlen. Sie kann vielmehr die Rechner zurückgeben und Schadensersatz wegen Nichterfüllung verlangen.

 

9. Die Willenserklärung eines Geschäftsunfähigen ist

a. voll wirksam;

b. schwebend wirksam;

c. nichtig;

d. schwebend unwirksam.

 

10. Wenn sich jemand bei der Abgabe einer Willenserklärung irrt,

a. ist dies rechtsgeschäftlich unbeachtlich;

b. kann er die Erklärung anfechten, aber nur, wenn der Irrtum unverschuldet war;

c. kann er die Erklärung anfechten, gleichgültig um welche Art von Irrtum es sich handelt;

d. kann er die Erklärung in bestimmten Fällen anfechten;

e. ist die Erklärung ohne weiteres Zutun von Anfang an nichtig.

 

11. Rechtlich beachtliche Irrtümer sind

a. nur der Erklärungsirrtum und der Inhaltsirrtum;

b. auch der Motivirrtum und der Eigenschaftsirrtum;

c. auch der Erklärungsirrtum und der Eigenschaftsirrtum;

d. nur der Inhaltsirrtum und der Motivirrtum;

e. nur der Eigenschaftsirrtum und der Inhaltsirrtum.

 

12. "Unverzüglich" im Sinne des Zivilrechts bedeutet

a. sofort;

b. ohne schuldhaftes Zögern;

c. gleich;

d. innerhalb einer Woche;

e. spätestens in zwei Wochen.

 

13. Unter "Vollmacht" versteht das BGB

a. jede;

b. nur die gesetzliche;

c. nur die rechtsgeschäftlich erteilte (gewillkürte) Vertretungsmacht.

 

14. P ist Prokurist der mittelständischen Fa. Software AG. Als Prokurist kann er für die Firma

a. Änderungen der Firma zum Handelsregister anmelden;

b. die Bilanz der Firma unterzeichnen;

c. Schmuck kaufen.

 

15. Wer eine fremde Willenserklärung übermittelt ist

a. Bote;

b. Stellvertreter.

 

16. Die wirksame Stellvertretung kann erfolgen durch

a. geschäftsfähige Personen;

b. beschränkt geschäftsfähige Personen;

c. geschäftsunfähige Personen.

 

17. Die nachträgliche Zustimmung heißt

a. Einwilligung;

b. Einverständnis;

c. Genehmigung.

 

18. Wie kann der Gläubiger die Verjährung seines Zahlungsanspruchs verhindern?

a. durch schriftliche Mahnung mit Zahlungsaufforderung;

b. durch Anerkenntnis durch den Schuldner;

c. durch Klageerhebung (der rechtzeitige Eingang der Klage bei Gericht reicht zur Fristwahrung);

d. durch Mahnbescheid (der rechtzeitige Eingang des Antrags bei Gericht reicht zur Fristwahrung);

e. nur die fristgerechte Zustellung einer Klage oder eines Mahnbescheides beim Schuldner reicht zur Fristwahrung.

 

 

 

Prof. Dr. jur. Michael H. Meub

 

 

Hochschule Mittweida - University of Applied Sciences

Lernerfolgskontrolle: BGB Allgemeiner Teil